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Salus Oculi
Cotonou, Benin |
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"Pflege die Wurzeln, dann kann sich der Baum entwickeln." |
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| Neue Nachrichten von Salus Oculi Juli 2011: Gabi Gbegnonvi ist in Steinhagen und berichtet von den derzeit laufenden Aufklärungskampagnen |
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Benin ist etwa halb so groß wie die alten Bundesländer und hat im Osten das große Nigeria zum Nachbarn. Im Westen grenzt es an
Togo und im Norden hat es gemeinsame Grenzen mit Burkina Faso und dem Niger. Die Gesundheitsversorgung wird zwar vom Staat unterstützt; jedoch ist für einen großen Teil der Bevölkerung der Zugang zu Augenärzten ein Luxus, da nicht nur der Arztbesuch sondern auch die Fahrt dorthin Kosten verursacht. Auch eine angemessene Grundbildung ist leider nicht für alle zugänglich. In einem Umfeld, in dem nicht genug für Bildung von gesunden Kindern zur Verfügung steht, gehören behinderte Kinder, die eine schulische oder berufliche Ausbildung erhalten, zu den Ausnahmen. Ein wichtiges Anliegen von Salus Oculi Benin ist deshalb, durch Information und Voruntersuchungen Sehbehinderungen zu vermeiden. So haben Vorsorgeuntersuchungen in Koko (westliches Zentrum) und Materi (Nordwesten) gezeigt, dass Augenprobleme bei Kindern zum großen Teil auf mangelnde Hygiene zurückzuführen sind. Bei Erwachsenen werden die meisten Sehbinderungen durch das Eindringen von Fremdkörpern ins Auge sowie durch den Grauen Star (Trübung der Augenlinse) und den Grünen Star (Erkrankung des Sehnervs) hervorgerufen. In Koko wurde beobachtet, dass ein eklatanter Unterschied zwischen den Schülern einer kleinen Privatschule und der öffentlichen Schule bestand, wodurch deutlich wurde, dass das vielleicht wichtigste Element zur Vermeidung von Blindheit die Aufklärung ist. Salus Oculi Benin hat deshalb sein Programm dahingehend erweitert, dass das Hygieneprogramm vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) um den Punkt „Augenhygiene" erweitert wurde. Mit Hilfe einer Orthoptistin und eines Augenarztes werden nun Lehrer über den Zusammenhang von Hygiene und Augenkrankheiten informiert. Diese Informationen werden dann im Unterricht an die Schüler weitergegeben. Das mag für deutsche Ohren etwas eigenartig klingen - aber in Gegenden, in denen Wasser sehr knapp und damit kostbar ist, sind grundlegende Hygienemaßnahmen leider nicht selbstverständlich. (Da wird durchaus ein als Rock gewickeltes Tuch sowohl zum Einwickeln von Geldscheinen und Münzen, zum Trocknen von Händen als auch zum Säubern des Gesichtes eines Säuglings benutzt, was sehr schnell zu Entzündungen führen kann). All diese Aktivitäten führt Salus Oculi in Kooperation mit niedergelassenen beninischen Augenärzten durch, die für einen Bruchteil des üblichen Honorars arbeiten. Finanziert wird Salus Oculi zum größten Teil vom Deutschen Blindenhilfswerk (DBHW). Punktuelle Unterstützung gibt es vom nationalen Programm zur Verhütung von Blindheit, von der Weltgesundheitsorganisation, von der Deutschen Botschaft und dem Bürgerkomitee Steinhagen. Diese Hilfe ermöglicht eine kontinuierliche, über das ehrenamtliche Engagement hinausgehende Arbeit. Das Ziel jedoch ist, Salus Oculi – trotz des humanitären Ansatzes - zu einer selbstständigen Struktur aufzubauen, in der die Fixkosten der Organisation durch beninische Einnahmen gedeckt werden. Dabei helfen:
Diese augenärztlichen Untersuchungen sollen ausgeweitet werden, um so einen umfassenden Zugang für Gering- und Normalverdiener zu einer augenärztlichen Versorgung zu ermöglichen. Dazu muss die bestehende Ausrüstung der Praxis noch wesentlich verbessert werden. Angestrebt wird auch ein umfassenderes Angebot von subventionierten Reihenuntersuchungen in ländlichen Gebieten. Schließlich wird langfristig der Einsatz einer mobilen Augenarztpraxis angestrebt, um das Angebot augenärztlicher Versorgung auf dem Land zu verbessern. Harald Kunter unterstützt die Arbeit des Vereins Salus Oculi Benin und der Vorsitzenden Gaby Gbegnonvi. Ein Informationsblatt zu diesem Projekt können Sie sich gern für Ihren eigenen Bedarf hier ausdrucken. Stand: Februar 2012 |
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